{"id":1252,"date":"2011-06-24T01:07:29","date_gmt":"2011-06-23T23:07:29","guid":{"rendered":"http:\/\/africacruiser.de\/afrika\/?p=1252"},"modified":"2024-01-14T19:39:01","modified_gmt":"2024-01-14T18:39:01","slug":"top-5-highlights-of-our-trip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/2011\/06\/top-5-highlights-of-our-trip\/","title":{"rendered":"Top 5 &#8211; Highlights of our trip"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt sind wir schon fast vier Wochen wieder zuhause. Wir haben uns \u00fcber unseren wunderbaren Empfang in Frankfurt gefreut, unsere Wohnung wieder in Betrieb genommen, Kisten und Kasten ausgepackt, viel Apfelwein getrunken, die ersten tapsigen Schritte wieder auf Skates gemacht, die Arbeit wieder aufgenommen, die Familie in Holland besucht und nach und nach fast alle Frankfurter Freunde wieder getroffen. Es geht uns prima, wir f\u00fchlen uns immer noch ein wenig im Ausnahmezustand und hoffen eigentlich, dass das noch m\u00f6glichst lange so bleibt. Der Alltag kommt schon noch fr\u00fch genug. Wir erz\u00e4hlen oft und gerne von Afrika und wir bekommen \u2013 nicht zuletzt inspiriert durch diese website \u2013 viele Fragen gestellt. Welches war das sch\u00f6nste Land, welches das sch\u00f6nste Erlebnis, wo sind die Menschen am nettesten, wo das Essen am schlechtesten\u2026 die meisten k\u00f6nnen wir gar nicht beantworten. Aber ein paar Superlative haben wir nat\u00fcrlich schon gesammelt. Hier kommen sie also, unsere ganz pers\u00f6nlichen TOP 5:<\/p>\n<p><strong>Was wir gelernt haben:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Feuer machen &#8211; jederzeit, \u00fcberall und aus fast allem<\/li>\n<li>Hitze und Staub aushalten<\/li>\n<li>Keine Angst vor Tieren und auch nicht allzuviel vor Menschen zu haben.<\/li>\n<li>Mit den Lebensmitteln auszukommen, die verf\u00fcgbar sind<\/li>\n<li>\u00dcberhaupt mit Gegebenheiten zurechtzukommen, wie sie eben sind. It\u2019s Africa, man.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Was wir <span style=\"text-decoration: underline;\">nicht<\/span> gelernt haben:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Reifen wechseln \u2013 believe it or not: wir hatten keinen einzigen Platten<\/li>\n<li>Amharisch, die \u00e4thiopische Sprache \u2013 kein einziges Wort, echt zu schwierig<\/li>\n<li>Uns mit Armut und Hunger in der Welt abzufinden. Und mit den immer noch erschreckend pr\u00e4senten Rassenkonflikten in S\u00fcdafrika.<\/li>\n<li>Auf dem Schiff bei Seegang in der Dusche die F\u00fc\u00dfe mit Seife zu waschen. Kann das eigentlich irgendjemand?<\/li>\n<li>Fr\u00fch aufzustehen \u2013 wir haben es zwar ab und zu geschafft, aber leiden k\u00f6nnen wir es immer noch nicht.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Was wir vermisst haben:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Unsere Familien und Freunde: Euch!<\/li>\n<li>Sport &#8211; besonders nat\u00fcrlich skaten, ist da einfach nicht.<\/li>\n<li>Lange Sommerabende \u2013 fast \u00fcberall war es um halb sieben dunkel, und zwar stockdunkelschwarze Nacht<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sonst nicht so viel \ud83d\ude42<br \/>\nOk, ok, ab und zu mal ein Sofa, einen gut gef\u00fcllten, gro\u00dfen K\u00fchlschrank, eine Party oder wenigstens mal eine Kneipe oder ein Cafe, eine k\u00fchle Flasche Wei\u00dfwein, einen Salat, ein St\u00fcck K\u00e4se, eine aktuelle Tageszeitung in eine Sprache, die wir verstehen, eine warme Dusche in einer sauberen Umgebung\u2026 aber echt nur ganz selten.<\/p>\n<p><strong>Was wir <span style=\"text-decoration: underline;\">ganz besonders nicht<\/span> vermisst haben:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Winter<\/li>\n<li>Arbeit<\/li>\n<li>Terminkalender<\/li>\n<li>Handys<\/li>\n<li>Fernsehen<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Die h\u00e4rtesten Stra\u00dfen:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Otjihaa-Pass, Kaokoveld, Namibia, 20km klettern \u00fcber Felsen und Ger\u00f6ll \u2013 1 Tag<\/li>\n<li>Khondowe nach Livingstonia, Malawi, 10km, ca. 800 H\u00f6henmeter, haarstr\u00e4ubende Kurven \u2013 2 Stunden<\/li>\n<li>Unsere \u201eAbk\u00fcrzung\u201c von Masai Mara \u00fcber die Berge zum Lake Naivasha, Kenia, 50km Piste mit L\u00f6chern, Kratern und Hohlwegen \u2013 5 Stunden<\/li>\n<li>Die Legende: Moyale nach Marsabit, Kenia, 400km Waschbrett, Ger\u00f6ll, Sand \u2013 2 Tage<\/li>\n<li>Noch eine Legende: Sani Pass von Lesotho nach S\u00fcdafrika, steil, eng und schotterig.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Die schlimmsten Toiletten:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Hinterhof hinter dem Internet-Caf\u00e9 in Gondar, \u00c4thiopien<\/li>\n<li>Africa Hotel, Axum, \u00c4thiopien<\/li>\n<li>Lal Hotel, Woldiya, \u00c4thiopien<\/li>\n<li>Blue Nile Sailing Club, Khartoum, Sudan<\/li>\n<li>Campingplatz am Iznik-See, T\u00fcrkei<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir ersparen Euch die Details \ud83d\ude09<\/p>\n<p><strong>Was wir verschwiegen haben um niemanden zu beunruhigen:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Marcs pl\u00f6tzliches hohes Fieber auf dem Weg in die Namibische W\u00fcste. Der Malaria-Quicktest in der Himba-Rot-Kreuz-Station war negativ, also sind wir mit An und Jo ins abgeschiedene Kaokoveld aufgebrochen. Und dann kam das Fieber wieder. Also doch mal die Malariatabletten genommen und zwei Wochen sp\u00e4ter in Swakopmund zum Arzt gegangen. Aber alles ok, kein Malaria und auch sonst nichts.<\/li>\n<li>Delas Fieber und Kopfschmerzen in Cape Town\/Stellenbosch kurz bevor wir an Bord unseres Containerschiffes gehen sollten. Auch so ein bl\u00f6des Timing. Unter diesen Umst\u00e4nden doch lieber noch mal schnell zum Arzt. Der diagnostiziert afrikanisches Zeckenbissfieber. Das w\u00e4re ohne die richtigen Antibiotika ziemlich \u00fcbel geworden. So war das Schiff ein prima Ort um sich auszukurieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sonst ist aber wirklich alles, alles problemlos gelaufen, keine weiteren Krankheiten, keine Verletzungen, Raub\u00fcberf\u00e4lle, Unf\u00e4lle oder sonstiges Schlimmes,\u00a0ja noch nichtmal ein simpler Diebstahl oder eine Panne, einfach nichts.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wir hatten v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssigerweise dabei:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Grill (nach acht Monaten unbenutzt verschenkt, in Afrika macht man Holzfeuer)<\/li>\n<li>Chemietoilette (fast nicht benutzt, im Busch braucht man die nicht)<\/li>\n<li>Berge von Sonnencreme (halbe Tube verbraucht, danach waren wir so braun, dass wir nie mehr in Gefahr waren, Sonnenbrand zu bekommen)<\/li>\n<li>Jede Menge Passfotos (wozu hatten wir die eigentlich dabei..?)<\/li>\n<li>Zwei Armbanduhren &#8211; nach zwei Wochen aus- und fast nie mehr angezogen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Wir waren echt froh, dass wir mithatten:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>H\u00e4ngematte<\/li>\n<li>Dicken warmen Daunenschlafsack<\/li>\n<li>Ziemlich viel Bargeld &#8211; es gibt eben doch nicht \u00fcberall Geldautomaten<\/li>\n<li>Ducktape und Kabelbinder \u2013 viele Gr\u00f6\u00dfen, gro\u00dfe Mengen<\/li>\n<li>Vier Schutzengel: einen f\u00fcr uns von Daniel und Doro, einen f\u00fcrs Auto von Frauke, und f\u00fcr jeden f\u00fcr uns ein Schutzbembelchen von Ruth, Ihr wart ein echt gutes Team, Leute \ud83d\ude42<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Unsere sch\u00f6nsten Momente \u2013 das sind mehr als f\u00fcnf, hier nur eine Auswahl,\u00a0und\u00a0wir k\u00f6nnen\u00a0auch keine Rangfolge bilden, wir machens mal chronologisch:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Unser erstes Bushcamp in den Bergen von Bozduramusz\/T\u00fcrkei<\/li>\n<li>Romantischer Abend zu zweit in der Wei\u00dfen W\u00fcste\/\u00c4gypten<\/li>\n<li>Zwei Tage auf Autos warten mit S\u00fcdafrikanern und Iren in Magdis Lehmhaus in Wadi Halfa\/Sudan<\/li>\n<li>Eine taghelle Mondscheinnacht mit Michael und Hubert in der sudanesischen W\u00fcste<\/li>\n<li>Ein paar Tage mit Ziegen, Gewehren, Fischadlern, Kanus, Michael und Iren am Lake Langano\/\u00c4thiopien<\/li>\n<li>Viele Tage mit riesigen Lagerfeuern und riesigen Fischen mit unseren Iren in Tiwi Beach\/Kenia<\/li>\n<li>Zwei Stunden mit f\u00fcnfzehn L\u00f6wen, Jan und Kerstin in Etosha\/Namibia<\/li>\n<li>Drei schnurrende Geparde zu unseren F\u00fc\u00dfen in Otjitotongwe\/Namibia<\/li>\n<li>Unglaublich riesige Lagerfeuer mit An, Jo und Giraffen in der namibischen W\u00fcste<\/li>\n<li>Sandabenteuer mit Herwig, Gwylaine und Sami in den D\u00fcnen vor Sandwich Harbour\/Namibia<\/li>\n<li>Wochenende mit Giellie, der uns buchst\u00e4blich auf der Stra\u00dfe aufgelesen hat, und seiner Familie auf seiner Farm in Botswana<\/li>\n<li>Eine durchtanzte Nacht auf einem Schiff voller fr\u00f6hlicher Polen<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt sind wir schon fast vier Wochen wieder zuhause. 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