{"id":1028,"date":"2011-05-13T17:17:10","date_gmt":"2011-05-13T15:17:10","guid":{"rendered":"http:\/\/africacruiser.de\/afrika\/?p=1028"},"modified":"2024-01-14T19:39:02","modified_gmt":"2024-01-14T18:39:02","slug":"purple-beach-1-ankunft-an-bord-cape-town-harbour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/2011\/05\/purple-beach-1-ankunft-an-bord-cape-town-harbour\/","title":{"rendered":"Purple Beach 1 \u2013 Arrival on Bord, Cape Town Harbor"},"content":{"rendered":"<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1028 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/2011\/05\/purple-beach-1-ankunft-an-bord-cape-town-harbour\/p1030874klein\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/P1030874klein-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/2011\/05\/purple-beach-1-ankunft-an-bord-cape-town-harbour\/p1030876klein\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/P1030876klein-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/2011\/05\/purple-beach-1-ankunft-an-bord-cape-town-harbour\/p1030880klein\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/P1030880klein-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/2011\/05\/purple-beach-1-ankunft-an-bord-cape-town-harbour\/p1030887klein\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/P1030887klein-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/2011\/05\/purple-beach-1-ankunft-an-bord-cape-town-harbour\/p1030900klein\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/P1030900klein-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/2011\/05\/purple-beach-1-ankunft-an-bord-cape-town-harbour\/p1030904klein\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/africacruiser.de\/afrika\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/P1030904klein-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>An einem verregneten Ostersonntag betreten wir die M\/V Purple Beach, unser Zuhause f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Wochen. Das Schiff ist mittelgro\u00df, knapp 180 m lang und (genau wie unser Auto) Baujahr 1997. Die Kabine \u2013 eigentlich eine Suite \u2013 die wir bewohnen, ist daf\u00fcr \u00fcberraschend altmodisch eingerichtet, aber die ganze Seefahrt ist wohl eher etwas traditionell. Die gesamte 21-k\u00f6pfige Crew ist polnisch. Der Kapit\u00e4n, der hier \u201eMaster\u201c genannt wird, ist in unserem Alter, heisst Mariusz, und ist ein sympathischer, kompetenter und aufgeweckter Kerl, den wir sofort m\u00f6gen.<\/p>\n<p>Das Essen ist sehr nahrhaft, mit viel Fleisch und W\u00fcrsten, Kohl und Roter Bete in allen Variationen, weichgekochtem Gem\u00fcse, und Salzkartoffeln. Nicht so richtig mein Fall, aber wenn die Mannschaft hier italienisch oder thail\u00e4ndisch gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte man mich nach drei Wochen wahrscheinlich vom Schiff rollen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem ist Ryszard, der Steward, so ein lieber Kerl und immerzu r\u00fchrend um uns besorgt, er r\u00fcckt uns die St\u00fchle zurecht, schleppt uns Getr\u00e4nke in die Kabine, und versucht uns zu verw\u00f6hnen, so gut es geht, dass ich mir herzlos vorkommen w\u00fcrde, wenn ich nicht auch versuchte, mit seiner K\u00fcche zu leben. Und ab und zu war es auch richtig lecker. Die sind hier jedenfalls, wie sie uns sagen, heilfroh, dass wir keine Vegetarier sind, haha, das kann ich mir vorstellen.<\/p>\n<p>Ryszard ist auch f\u00fcr den Getr\u00e4nkeverkauf an Bord zust\u00e4ndig. Der ist nicht nur zollfrei, was unsere inzwischen doch recht ausgelaugte Reisekasse erfreut, hier wird auch noch in echten Gr\u00f6\u00dfenordnungen gedacht. Auf unsere Frage nach Bier antwortet Ryszard, klar, ob es in Ordnung ist, wenn er die ersten zw\u00f6lf Flaschen gleich bringt, und die n\u00e4chsten zw\u00f6lf wegen des hohen Seegangs erst morgen. Kein Problem. Der Mann ist nicht nur Pole, er ist auch palettenweisen Einkauf gew\u00f6hnt.<\/p>\n<p>Wir erfahren von Mariusz, dass wir am n\u00e4chsten Tag um die Mittagszeit auslaufen wollen, und dass uns dann erst mal schweres Wetter erwartet, mit mehr als sieben Meter hohem Seegang von der Seite. Irgendeine antarktische St\u00f6rung, die sich hier noch auswirkt. Na, das kann ja heiter werden\u2026 Mit Seegang von der Seite kann unser Schiff, wie wir lernen, besonders deswegen nicht gut umgehen, weil es \u201estiff\u201c ist \u2013 steif. Und das liegt an der Ladung. Wir haben unter vielem anderem auch Ferrochrom geladen, irgendein besonders schweres Zeugs, das ganz unten im Kiel liegt. \u00dcberraschenderweise scheint das f\u00fcr die Stabilit\u00e4t und Balance des Schiffes nicht g\u00fcnstig, sondern das genaue Gegenteil zu sein. Das Schiff schl\u00e4gt irgendwie h\u00e4rter aus, und auch schneller wieder um.<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen, zu dem hier Tee getrunken wird, verziehen wir uns mit einem Glas Wein auf unsere D-Deck-Terrasse vier Treppen h\u00f6her. Den ganzen Abend gucken wir zu, wie extrem ineffizient, ungeschickt und schlampig unser und das Nachbarschiff beladen werden. St\u00e4ndig werden Container hin- und wieder zur\u00fcckbewegt, dann hilflos irgendwo abgestellt. Kr\u00e4ne warten stundenlang unbesch\u00e4ftigt auf Container, LKWs fahren sich mehrfach gegenseitig fest, dann passiert wieder f\u00fcr Stunden gar nichts. Wir sind sehr froh, dass wir bereits mit eigenen Augen gesehen haben, wie der Container mit unserem Auto verladen wurde. So genie\u00dfen wir vor der grandiosen Kapstadtkulisse mit einem Drink in der Hand das Schauspiel \u2013 beschleunigen k\u00f6nnen wir jedenfalls hier gar nichts.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen ist Mariusz nicht froh. Die Nacht \u00fcber wurde so wenig geladen, dass aus dem mitt\u00e4glichen Auslaufen wohl nichts wird. Zwei Lademannschaften werden eigentlich von uns bezahlt, arbeiten aber \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 vornehmlich am Nachbarschiff, dessen Container unseren dauernd im Weg stehen. In der letzten Stunde wurden gerade mal vier Container verladen \u2013 und 75 stehen noch an Land. Au\u00dferdem versucht der Kapit\u00e4n beim Fr\u00fchst\u00fcck noch, dem Chef der in Kapstadt angeheuerten lokalen Security Dampf zu machen. In der Nacht wurden zwei blinde Passagiere an Bord aufgegriffen. Die sind in der Schifffahrt ein echtes Problem, wie wir erfahren. Es gibt praktisch kein Land, das sie aufnehmen w\u00fcrde, sie m\u00fcssen \u2013 einmal entdeckt &#8211; auf Kosten der Reederei und in Verantwortung des Kapit\u00e4ns versorgt, bewacht, und dann dahin zur\u00fcckbef\u00f6rdert werden, wo sie sich an Bord geschummelt haben. Unser Schwesterschiff Amber Lagoon hat vor ein paar Tagen trotz aller Vorsichtsma\u00dfnahmen nicht verhindern k\u00f6nnen, dass hier in Kapstadt ein blinder Passagier an Bord gekommen ist, und ihn kurz nach dem Ablegen entdeckt. Was dem armen Kerl offensichtlich entgangen war, war, dass die Amber Lagoon nicht wie wir nach Europa, sondern in S\u00fcdrichtung unterwegs war \u2013 mit Durban als n\u00e4chsten Hafen. Dort an Land gesetzt zu werden, war sicherlich nicht ganz das, was er im Sinn hatte\u2026<\/p>\n<p>Wir vertreiben uns den Tag damit, die weiterhin \u00e4u\u00dferst langsam arbeitenden Hafenarbeiter bei ihrem Tun bzw. Nichtstun zu beobachten. Au\u00dferdem grusele ich mich nat\u00fcrlich vor dem 7-m-Seegang. Wir werden sehen. Marc ist nat\u00fcrlich wieder viel cooler \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 An einem verregneten Ostersonntag betreten wir die M\/V Purple Beach, unser Zuhause f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Wochen. 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