Peru 4 – Lima to South

Südlich von Lima stoßen wir unerwartet auf ein Strandparadies. Am Rand des Paracas National Parks dürfen wir auf dem Parkplatz der Kite-Surfer stehen und freuen uns am allmorgendlichen Besuch der Flamingos. Von hier aus machen wir eine Bootstour zu den Islas Ballistas, die auch wieder den Beinamen ‘Poor Man’s Galapagos’ tragen. Es scheint davon fast so viele wie Mittelpunkte der Welt zu geben… Winking smile

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Hier begegnet man vor allem einer unfassbaren Vogelwelt. Die Inseln selbst darf man gar nicht betreten, ist auch ziemlich klar, hier leben hunderttausende Kormorane. Dicht an dicht drängen sie sich auf dem Felsen und schwingen sich in nicht enden wollenden Zügen übers Meer. Auch in diese Züge reihen sich mit großer Selbstverständlichkeit wieder Tölpel ein, im Wasser plätschern Seelöwen, an den Felsen krabbeln die roten Krabben, ein richtiges See-Paradies.

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Der Nationalpark selbst ist eine Sandwüste wie aus dem Bilderbuch, die als Halbinsel in den Pazifik ragt. Wunderschön, voller spektakulärer Strände und Dünen, und sehr sehr windig.

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Nach drei Tagen schwingen wir uns wieder auf die Straße. Wir besuchen die vielgerühmte Oase Huacachina bei der Stadt Ica, verkneifen uns mühelos eine der hier üblichen Buggy- oder Sandboardtouren, lunchen nur kurz an der Lagune, und nehmen dann Kurs auf eine, wie wir finden, echte Berühmtheit.

Schon auf dem Hinweg klettert Marc auf den kleinen Aussichtsturm der nach der deutschen Maria Reiche benannt ist, die die Linien erforscht, und diesen Turm errichtet hat. Ich bleibe im halb legal an der Panamericana stehenden Auto und fotografiere die Linien direkt neben mir, von denen ich glaube, es sind fakes.

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Dann suchen wir einen Übernachtungsplatz in der äußerst uneinladenden Stadt Nazca. Wir haben schon an vielen ungewöhnlichen Stellen übernachtet auf dieser Reise, Campingplätze gibt es eben nur vereinzelt, und richtig wild campen ist in vielen Gegenden, wie z.B. in Städten, auch nicht angesagt. Also sind wir natürlich schon auf Hotel- oder Restaurantparkplätzen gelandet, aber auch nach etwas herumfragen auf Marktplätzen, Tankstellen, vor Polizeistationen, Museen oder in öffentlichen Schwimmbädern. Hier kommt ein Flughafen hinzu, auf den wir freundlich eingeladen werden. Wir müssen nur versprechen, nachts nicht zwischen den Flugzeugen herumzulaufen. Ok.

Am nächsten Morgen schwingen wir uns mit vier anderen Passagieren und zwei Piloten in eins von den Flugzeugen. Das ist schon sehr aufregend. Es gibt viel Thermik, es rüttelt und rattert, und einige werden etwas bleich um die Nase, aber unverdrossen fliegt der Pilot die Figuren ab. Gefühlte 90°-Rechtskurve, und sofort danach gefühlte 90°-Linkskurve, alle sollen schließlich gute Blicke auf die Figuren bekommen. Und davon werden in einer halben Stunde so einige abgeflogen. Sie sind wirklich nur von oben zu erkennen, und es hat etwas Anrührendes, wie akkurat und künstlerisch sie da in den Sand gezogen worden sind, von einem Volk, das selbst nicht die Mittel hatte, sie jemals von oben zu betrachten.

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Begeistert und unbeschadet steigen wir aus, und fahren noch ein Stück weiter in die Wüste, wo man auf einem ganz normalen Friedhof gute erhaltene Mumien ausgegraben hat. Auch hier hätten wir übernachten können, erfahren wir, na, das wäre auch nicht schlecht gewesen. Die Mumien sehen für uns nicht gruselig, sondern eigentlich ein bißchen freakig aus, und fast, als ob sie Spaß hätten, zusammen da unten.

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Zufrieden nehmen wir wieder Kurs auf die Berge und eine Drei-Tages-Etappe Richtung Cusco. 

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3 Antworten auf „Peru 4 – Lima to South“

  1. Hallo Ihr Zwei,
    kam endlich mal wieder nachzulesen.
    Bin wirklich zutiefst beeindruckt.
    Auch aus diesem Grund mal wieder ein Gruß von der anderen Mainseite
    Martin

  2. hallo ihr zwei,
    gut, wieder von euch zu hoeren (lesen)

    sehr schoen und sehr interessant. danke fuer die tollen fotos. was wurde denn inzwischen ueber die linien rausgefunden? muss mal googlen…..

    alles liebe
    marina

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