Paraguay

Wir haben weder Reiseführer noch Landkarten für dieses Land, und was wir im Internet finden, ist auch nicht sehr ergiebig.

Wir haben mit etwas seltsam hinterwäldlerischem gerechnet, einem halb vergessenem Land, das von seinen stolzen Nachbarn nicht so richtig ernst genommen wird.

Nun, das erste, das uns auffällt, ist, wieviel freundlicher die Leute hier sind. Man winkt uns durch, gibt uns Vorfahrt, alles entspannt und mit einem Lachen. Als nächstes merken wir, wie gut die Straßen sind. Die Leute hier verstehen sich aufs asphaltieren – sogar über Brücken schaffen sie das ohne knietiefe Schlaglöcher. Das ganze Land scheint uns besser geputzt und instandgehalten, als Argentinien.

Häufig werden wir auf deutsch angesprochen – wie auch in anderen Ländern Südamerikas haben hier viele deutsche Vorfahren, und halten deren Kultur noch hoch. Auch zu den Niederlanden gibt es eine Verbindung, nämlich dieselbe Nationalflagge. Okay, hier gibt es noch ein kleines Etwas in der Mitte, aber bei kleineren Ausgaben lässt man das oft weg.

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Wir finden einen schönen Stellplatz am See und schließen Freundschaft mit einer Tapirdame.

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Schließlich besichtigen wir Itaipu, das benachbarte Wasserkraftwerk der Superlative. Es ist das zweitgrößte – nach Leistung gemessen immer noch das größte – Kraftwerk der Welt überhaupt. Zwei der insgesamt zwanzig Turbinen reichen aus, um den gesamten Strombedarf Paraguays zu decken, den Rest bekommt Brasilien und deckt damit immerhin rund ein Viertel des eigenen Strombedarfs. Wir fahren über die riesige Staumauer und werfen einen Blick auf den nicht minder riesigen Stausee.

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Die zugehörigen riesigen Turbinen kamen seinerzeit aus Deutschland, samt einer Finanzierung – genau – meines Arbeitgebers, der KfW. Wie schön, dass ich dieses eines unserer großen Prestigeprojekte, das ich schon lange kenne, nun auch mal besichtigen kann.

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Sehr viel mehr gibt es in Paraguay für uns nicht zu tun. Über eine Stadt mit dem seltsam technischen Namen „Ciudad del Este“ (Stadt des Ostens) reisen wir in das benachbarte Brasilien. Was hier unser Ziel ist, werden sich einige von Euch wahrscheinlich schon denken. Smile

7 Antworten auf „Paraguay“

  1. Habe mir am Wochenende mal den Atlas geholt und versucht, Eure Reise nachzuverfolgen. Unglaublich, wo Ihr überall wart und jetzt noch seid. Ich hab durch Euch nicht nur tolle Bilder und Berichte bekommen, sondern unglaublich viel gelernt über Südamerika. Eigentlich solltet Ihr nur noch reisen und uns unterhalten, aber wir wollen Euch auch mal wieder haben ;-))). Habt noch eine wunderbare Zeit vor einer schönen Schiffsreise

  2. hallo, ihr zwei

    das war schnell! paraguay erledigt. na denn, es kommt ja gleich brasilien. da freu‘ ich mich auch schon wieder auf euren bericht und die schoenen bilder. bis gald und alles gute weiterhin.
    marina

    1. Naja, so furchtbar viel gibt es in Paraguay tatsächlich nicht anzusehen. Ein einziger Nationalpark ist öffentlich zugänglich, in dem waren wir drin, aber das war eher so ein Schulklassenausflugspark, in dem die Kinder mit Traktoren durch die Gegend gefahren werden. Tiere oder Natur gab es da nicht zu sehen. Ansonsten gibt es noch ein paar Ruinen von alten Jesuitenmissionen – finden wir nicht so spannend, und diese Deutschtümelei ist mir auch immer ein bißchen seltsam. Aber immerhin, wir haben uns einen Eindruck verschafft.
      Alles Liebe, Dela

  3. Oi,
    Ihr Lieben. Der Waaaahnsinn wo ihr überall seid. Brasilien, wie wunderbar… Es wird ganz sicher der Zuckerhut, so viele Gletscher, da darf dieser nicht fehlen.
    Passt weiterhin gut auf euch auf, habt viel Spaß.
    Wir freuen uns schon jetzt, euch endlich wieder in die Arme zu schließen.
    Liebste Grüße
    Sandra und Jörg

  4. Wunderbar was ihr so alles macht.
    Ich tippe mal ihr guckt euch als nächstes die größten Wasserfälle der Welt an, wenn ihr halt nun mal schon in der Nähe seid lasst ihr euch das doch nicht entgehen! Das tue ich übrigens auch, und zwar morgen vormittag im BR. Ich nehme es auf – falls ihr wider Erwarten dort nicht hin fahrt.

  5. Das ist doch schön:
    Gegen Ende der Reise auch noch mal eine kleine Technik-Exkursion.
    🙂

    Und jetzt könnt Ihr mal langsam wieder zurück kommen! Hier in Frankfurt erwarten Euch inzwischen angenehme Temperaturen um die 20-28 Grad, und TNS ohne Euch macht nicht so viel Spaß… 😉

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